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Die Rockoper Bjarmeland

Watch Rock-Oper Bjarmaland.

 

X. Jahrhundert. Am Hofe von Erik Blodøks, Erich Blutaxt,König der Norweger.

Der König entsendet seinen Sohn Harald in das legendäre Bjarmeland, um von dort Gold zu verschaffen. Er selbst hatte es vor vielen Jahren versucht, war aber gescheitert, und nun übergibt er seinem Sohn den Auftrag, sich bei den Bewohnern von Bjarmeland für seine Niederlage zu rächen.

Die Nowgoroder Nezwan und Pereswet haben neue Waren zur Messe nach Bjarmeland gebracht.

Auf dem Markt erscheint die Bewahrerin des Heiligen Baumes, die Wahrsagerin, Wölwa Warojne, mit ihrer Tochter Youtschen. Nezwan ist verzaubert von der unwiderstehlichen Anmut der jungen Schönheit. Eifersucht beschleicht das Herz des Jägers Kuha. Er neidet den Nowgoroder dessen Geliebte und fordert den Kaufmann heraus, seine Kraft mit ihm zu messen.

Die Wikinger erreichen Bjarmeland und erklären, dass sie in friedlicher Absicht gekommen seien, um Handel mit den Bjarmeländern zu treiben.

Ragni, die Schwester von Harald, weiß um den Jähzorn ihres Bruders und lässt sich von ihm sein Wort darauf geben, dass er sich zurückhalten werde, damit die Wikinger den Weg zu den Schätzen mit List suchen, und nicht mit Gewalt.

 

 

Der Jäger Kuha macht den Vorschlag, Haralds Schwert als Gegenleistung für die Felle zu nehmen, da es nach hiesigem Brauch nicht Sitte sei, mit einer Waffe auf dem Markt zu erscheinen, und wenn jemand mit einer Waffe auf den Markt kommt, dann nur deshalb, um sie zu verkaufen.

Der König gerät in Rage und würde Kuha am liebsten auf der Stelle töten. Pereswet versucht, dem Freunde mit einer List zu helfen, und ruft den Wikingern zu, dass ihre Schiffe Feuer gefangen hätten. Just zu dieser Zeit erwacht der Heilige Baum der Bjarmeländer unter dem Rauschen des Regens.

Während der Nacht halten die Wikinger auf ihrem Drakkar, ihrem typischen Drachenschiff, ein zünftiges Mahl ab. Ragni beschuldigt ihren Bruder, dass er die Bjarmeländer verschreckt hätte. Der Hofsänger Ejnar, in den Ragni verliebt ist, ist erstaunt darob, dass man nicht Handel treiben würde, sondern eher versucht wäre, sich in Händel, in einen Kampf einzulassen. Die Wikinger lachen den Dichter aus, denn ihnen war das Ziel der Reise von Anfang an bekannt, waren sie doch ausgeschickt worden, um Beute zu machen, und der Skalde, der königliche Sänger, begleitete sie nur deshalb, weil es der Wunsch der Königstochter war, um diese zu unterhalten, und um Haralds Heldentaten für die Ewigkeit festzuhalten. Ragni gibt sich dafür her, einen Gefangenen zu machen, der den Wikingern den Weg zu den Schätzen zeigen soll.

Ragni versucht, die Tochter der Hellseherin in eine Falle zu locken. Youtschen aber ruft die Geister des Waldes herbei, um ihr behilflich zu sein, doch lassen diese sie allein mit den Wikingern.

Ejnar bekommt den Auftrag, die Gefangene bis zum Morgen zu bewachen. Youtschen vergleicht den Poeten mit einem gefährlichen Mörder.

Betört vom Liebreiz der schönen Youtschen und zutiefst in seinem Herzen verletzt ob der beleidigenden Worte lässt der Skalde die Gefangene frei. Das Mädchen schenkt ihm zum Dank einen Talisman – eine Bärenkralle.

Harald erfährt von dem Verrat und beschließt, den Skalden im Morgengrauen zu richten.

Nachdem Youtschen wieder auf freiem Fuße ist, beschwört sie die Geister, Ejnar zu retten. In ihrem Herzen erwacht die Liebe zu ihm.

Kuha macht sich auf, seine Braut zu retten, und ist überglücklich, als er sie findet, dem Tode entronnen.

Ragni mahnt Ejnar, ihren Bruder doch zu besänftigen, damit er Milde walten lasse, doch der Skalde will das nicht. Er will ein Hohelied auf Harald anstimmen. Nach den Gesetzen der Wikinger war es so, wenn die Drapa, das Lied, das der Skalde verfasst hatte, dem König zu Gefallen war, dann hatte dieser die Pflicht, dem Dichter alle seine Sünden zu vergeben, so schwer sie auch gewesen sein mögen.

Ragni fühlt, dass Ejnar dem zauberhaften Charme der jungen Drudin verfallen war und fordert von Ejnar, dass er sie, Ragni, lieben möge.

Harald lässt sich das Loblied singen. Im ersten Teil tönt es mit voller Kraft, jedoch das Ende des Liedes verheißt Harald eine unrühmliche Niederlage. Den König belustigen die Prophezeiungen des sterblichen Poeten. Er glaubt nicht an die Macht des Schicksals. Das Schwert – das ist der einzige Quell seines Glaubens. Harald schlägt dem Skalden vor, sein Lied zu überdenken und Haralds baldigen Sieg vorauszusagen. So dies denn geschehen sollte, würde er Ejnar als Gegenleistung dafür, dass er, Harald, ihm im Moment das Leben geschenkt hat, dazu verpflichten, der Sangeskunst fürderhin zu entsagen und niemals mehr Gedichte zu verfassen. Der Skalde nimmt diese Bedingungen an.

Der König überzeugt seine Schwester davon, dass ihre Liebe zu dem Verräter nichts weiter als ein dummer Scherz sei. Jedoch beharrt Ragni auf ihren Gefühlen. In Harald reift der Plan heran, sich den Schatz der Bjarmeländer zu Eigen zu machen. Er kennt inzwischen den Weg zum Heiligen Baum, jedoch fordern die Götter ein Opfer. Auf die Frage hin, wen Harald als Opfer auserwählen würde, zückt dieser das Schwert in der Absicht, seine Schwester zu erschlagen.

 

 

Pereswet und Nezwan beschließen, in Bjarmeland zu bleiben, um dem befreundeten Volke im Falle eines Krieges mit den Wikingern zu helfen.

Die Wikinger wiederum entsenden Parlamentäre an Land. König Harald gibt den Bewohnern von Bjarmeland Kunde vom Tode seiner Schwester und erbittet die Erlaubnis, mit einer Mannschaft an Land kommen zu dürfen, um nach Wikingerbrauch ihren Leichnam auf dem Hügel den Flammen zu übergeben. Hernach, so versprechen die Wikinger, würden sie Bjarmeland für immer verlassen.

Warojne fleht die Geister des Feuers an, ihrem Volke beizustehen und jegliches Unheil abzuwenden.

Youtschen erklärt sich dem Himmel und der Erde, dass sie in Liebe zum Skalden entbrannt ist und bittet um dessen Schutz. Im Schutze der Nacht kommt Ejnar in den Wald, um Youtschen vor Haralds Heimtücke zu warnen. Er bittet sie, doch mit ihm gemeinsam zu fliehen. Der Wölwa Tochter hingegen will ihr Volk in der Not nicht im Stich lassen. Ejnar dankt dem Schicksal für die Liebe, die ihm zuteil wurde. Der Skalde folgt dem Weg, der ihm von Höherer Macht vorgezeichnet worden ist.

Der Ältestenrat vertraut der Wölwa Warojne nicht mehr, weil diese den Überfall der Feinde nicht vorausgesehen hatte. Der Rat gebietet, die Insignien der Wölwa an Youtschen, der Wölwa Tochter, zu übergeben, damit diese zum Heiligen Baume gehe. Falls dieser annehmen sollte, so würde sie die neue Wölwa.

Youtschen begreift, dass sie, sollte sie denn die neue Wölwa werden, ihrer Liebe entsagen und ihre Jungfräulichkeit wahren muss.

 

 

Kuha offenbart Warojne, dass die Jäger den Wikingern erlaubt hätten, unbewaffnet an Land zu kommen, um ihrem Brauche nachzukommen. Warojne errät den heimtückischen Plan der Wikinger. Doch sind die Wikinger zu diesem Zeitpunkt bereits an Land. Der Kampf entbrennt.

Im Kampfe werden die Bjarmeländer unsichtbar. Die Wikinger geraten in einen Hinterhalt und kommen darin um.

Torir, der Steuermann, wirft Harald vor, dass seine Mannen einen sinnlosen Tod erlitten hätten. Der König ist darob erzürnt und bezichtigt den Wikinger der Feigheit. Er erschlägt ihn. Jedoch – ohne Steuermann findet das Schiff seinen Weg nicht zum heimatlichen Gestade.

Der Heilige Baum erscheint dem König. Das Schwert des Königs ist zerbrochen. Harald verliert den Verstand. Youtschen, die neue Wölwa, tritt aus dem Heiligen Baume hervor und lässt die Erde beben und die Wasser stieben.

Nezwan bezwingt in der letzten Schlacht Ejnar. Youtschen fleht den Nowgoroder an, das Leben des Poeten zu schonen. Ejnar erblickt seine Geliebte in ihrem geheiligten Aufzug und versteht, dass alles vorbei ist. Er bittet um einen letzten Kuss. Ragni wirft sich Youtschen entgegen, um die Rivalin zu töten, doch die Kräfte der Wölwa haben sich bereits vervielfacht: Ragni sieht Youtschen als drei Gestalten, die mit einer ungewöhnlichen Kraft ausgestattet sind. In ihrer Verzweiflung stößt Ragni Ejnar, dem Skalden, den Dolch in die Brust.

Sterbend fleht der Poet die Wölwa an, ein weißes Tuch in die Zweige des Heiligen Baumes zu flechten, damit seine Seele für ewig bei ihr bleiben könne. Youtschen verspricht dem Skalden, ihn nie zu verlassen.

Ragni beweint Ejnars Tod. Die Stimme des Skalden steigt empor und schwebt über allen. Doch hören kann sie nur Youtschen…